Yoga

Menschen, die es nie erlebt haben, sicher gehalten zu werden, mangelt es an der viszeralen Erfahrung eines stillen Zentrums: an dem tiefen Gefühl, absolut in Ordnung und absolut in Sicherheit zu sein.

Bessel van der Kolk

Mein Yogastil

Mein Yogastil ist ein sanfter und wahrnehmungsorientierter. Es geht mir nicht darum, dass Asanas perfekt ausgeführt werden, sondern dass die Yogapraktizierenden mit sich wohlwollend und achtsam umgehen. Die Yogamatte ist für mich persönlich ein Ort der Geborgenheit, wo ich üben kann, was mir im Alltag vielleicht noch nicht so gut gelingt: Grenzen setzen, Authentizität leben, milde und mitfühlend mit mir sein, es mir leicht machen. Mein Anliegen ist es, diesen sicheren Ort auch für andere erlebbar zu machen.

Grundsätzlich basieren alle meine Yogakurse auf den Prinzipien des Traumasensiblen Yoga (siehe unten). Jedoch wird das Thema Trauma nur in Kursen mit dem Titel „Traumasensibles Yoga“ inhaltlich angesprochen. In diesen Kursen kann es auch psychoedukative Elemente geben, das heißt es wird in kleinen Portionen Wissen über Trauma vermittelt mit dem Ziel, einerseits konkretes Handwerkszeug zu erwerben und andererseits Verständnis und eine wohlwollende Haltung für sich selbst zu entwickeln.

Traumasensibles Yoga

Traumasensibles Yoga ist besonders (aber nicht nur) geeignet für Menschen, die Trauma erlebt haben. Es wurde vor ca. 20 Jahren entwickelt und ist eine evidenzbasierte Praxis, d.h. die Wirksamkeit wurde empirisch erforscht (u.a. am Trauma Center des Justice Resource Institutes, USA).

Yoga im eigentlichen Sinn ist eine Technik, um in Verbindung zu treten: zum eigenen Körper, den Gefühlen, aber auch zur Welt um mich herum. 

Dies ist v.a. für Menschen mit Traumahintergrund nicht selbstverständlich. Denn Trauma trennt. Laut Peter Levine (Psychotraumatologe und Vater des „Somatic Experiencing“) sind typische Gemeinsamkeiten aller Traumata „die Entfremdung vom Körper und die Unterbrechung der Verbindung zu ihm“ sowie eine „Verringerung der Fähigkeit, im Hier und Jetzt präsent zu sein“.

Traumasensibles Yoga ist eine wahrnehmungsorientierte und wohlwollende Praxis, in der es nicht darum geht, eine Asana möglichst perfekt auszuführen. Stattdessen gibt es Übungsangebote, die du für dich so anpassen kannst, dass es sich gut anfühlt.

Ein wesentlicher Unterschied zum regulären Yoga besteht außerdem darin, dass der Lehrer traumainformiert ist, also eine Ausbildung durchlaufen hat, in der er Wissen über Trauma und das Autonome Nervensystem (ANS) erworben hat. Ein traumasensibler Yogalehrer weiß also um Triggerpotential und kann dich mit Regulierungsübungen dabei unterstützen, wie du dein Nervensystem in Stresssituationen wieder stabilisieren kannst.

Auf den ersten Blick ist der Ablauf wie in anderen Yogastunden auch: Es gibt ein gemeinsames Ankommen, Übungsabfolgen sowie eine Schlussentspannung.

Im traumasensiblen Yoga ist es allerdings ein ganz wesentliches Ziel, einen sicheren Raum für dich zu schaffen. Ich als Yogalehrerin bleibe in der Regel während einer Stunde an meinem Platz und laufe nicht im Raum umher. Es gibt daher keine körperlichen Berührungen von mir, da dies v.a. bei Menschen mit Traumahintergrund ein großer Stressfaktor sein kann. Außerdem bevorzuge ich in meinen Stunden eine kreisförmige Anordnung, damit du jederzeit sehen kannst, was im Raum vor sich geht.

Ganz wesentlich im traumasensiblen Yoga ist auch das Prinzip der Wahlfreiheit. Da das Erleben von Trauma einhergeht mit einer Grenzverletzung, soll das Üben auf der Matte für dich von Selbstbestimmtheit und Empowerment geprägt sein. Du darfst entscheiden, was sich für dich gut anfühlt, wie intensiv und wie lange du eine Asana erkunden möchtest.

Die Sprache im traumasensiblen Yoga hat daher einen stark einladenden Charakter. Du wirst immer wieder Formulierungen hören wie „Wenn es für dich jetzt passt, dann…“ oder „Ich lade dich ein, … auszuprobieren“.

Ein Beispiel: Während der Schlussentspannung ist es üblich, mit geschlossenen Augen in Shavasana auf dem Rücken zu liegen. Dies erlebt aber nicht jeder als unterstützend. Im traumasensiblen Yoga wirst du daher ermutigt eine Position zu wählen, die sich für dich besonders nach Geborgenheit und Entspannung anfühlt. Dies kann z.B. auch im Sitzen mit geöffneten Augen sein. Oder vielleicht möchtest du dich sogar ein bisschen hin und her bewegen oder deinen Nacken massieren?

Das Erleben eines jeden Menschen ist natürlich immer individuell und hängt wesentlich von der Dauer und Regelmäßigkeit der Praxis ab. Traumasensibles Yoga hat aber das Potential, bei Menschen mit posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) folgendes zu bewirken:

  • Verbesserung der Herzratenvariabilität (HRV)
  • Erweiterung des Stresstoleranzfenster
  • sich wieder sicher und heimisch fühlen im eigenen Körper
  • im Hier und Jetzt mehr präsent sein können
  • Grenzen besser spüren und festigen können

Nein. Das Prinzip der Freiwilligkeit ist ein ganz wesentliches im Traumasensiblen Yoga. Du bist ExpertIn für deinen Körper und weißt am besten, was am jeweiligen Tag für dich passend ist.

Aushalten-Müssen kennen Menschen mit Traumaerfahrungen nur zu gut. Daher wirst du im Traumasensiblen Yoga immer wieder dazu ermutigt, dir selber Priorität zu geben und wirklich nur das auszuführen, was für dich stimmig ist. Du darfst es dir hier leicht machen.

Es kann sicher hilfreich sein, mit mir im Vorfeld über potentielle Trigger zu sprechen bzw. deinen Sorgen Raum zu geben. So können wir gemeinsam überlegen, welche Unterstützungsmöglichkeiten für dich am hilfreichsten sind.

Außerdem ist mir wichtig, dass du weißt, dass du auch während einer laufenden Yogastunde jederzeit frei darüber entscheiden kannst, eine Pause einzulegen oder den Raum kurz zu verlassen. Du musst nichts aus- oder durchhalten, was sich nicht stimmig anfühlt.

Solltest du im Anschluss an eine Yogastunde noch ausführlicheren Gesprächsbedarf haben, biete ich auch Einzelsitzungen an.

Nein, das würde auch den Rahmen des Traumasensiblen Yoga sprengen.

Wenn du dich jedoch nicht wohl fühlst oder eine Frage hast, darfst du das natürlich auch währenddessen ansprechen.

Für alles andere biete ich Yoga-Einzelstunden bzw. Trauma-Coaching an.

Solltest du dich in therapeutischer Behandlung befinden, können die Yogastunden auch eine Möglichkeit sein, mit deiner TherapeutIn über dein persönliches Erleben ins Gespräch zu kommen.

Ja, natürlich. Wenn dich die Grundprinzipien des traumasensiblen Yoga ansprechen, bist du hier genau richtig!

Einzelstunden

Wenn du dich mit Gruppenkursen nicht wohl fühlst, oder eine individuelle Unterstützung wünscht, biete ich auch Einzelstunden an.

In der Regel beginnen wir mit einem kurzen Gespräch, in dem du deinen Wünschen Raum geben kannst. Auf dieser gemeinsamen Basis biete ich dir eine Yoga-Praxis (inkl. Meditation und Atmung), die komplett auf dich und deine momentanen Bedürfnisse zugeschnitten ist und die du auch zuhause weiter anwenden kannst.

Eine Einzel-Session ist sowohl als einmaliger Termin als auch auf regelmäßiger Basis möglich.

Dauer: 60-90 Minuten

Aktuell: Termine für Einzelstunden voraussichtlich ab Herbst/Winter 2024 möglich!

Du kannst dich gerne unverbindlich auf die Interessentenliste setzen lassen und ich melde mich bei dir, sobald Termine möglich sind.

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